Einfach, nutzerfreundlich, strategisch: Die DNK-Plattform für Nachhaltigkeitsberichterstattung 

Trotz des vielen Hin und Her rund um die Omnibus-Verordnung im vergangenen Jahr hat sich eines nicht geändert: Unternehmen brauchen weiterhin praktikable Wege, Nachhaltigkeitsdaten strukturiert zu erfassen, zu verstehen und – im besten Fall – mehrfach zu nutzen. Auch der Sustainability Transformation Monitor 2026 zeigt dies: Viele Unternehmen wollen weiter berichten, obwohl sie nach den neuen regulatorischen Regeln nicht mehr unmittelbar dazu verpflichtet sind.1 

Dieses Ergebnis macht deutlich, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung längst nicht mehr reine Pflichterfüllung ist. Im Gegenteil: Sie wird zunehmend als strategisches Steuerungsinstrument genutzt, nicht zuletzt, weil der Blick auf internationale Märkte, Geschäftspartnerinnen, Banken und Investorinnen dies erforderlich macht. 

Was der DNK konkret leistet 

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) unterstützt Unternehmen mit der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) finanzierte, kostenlosen Plattform, die Schritt für Schritt durch den gesamten Berichtsprozess führt. Sie bietet klare Struktur, verständliche Kriterien, Checklisten und Datenpunkte und sogar passgenaue Module wie das VSME-Modul für freiwillige Berichte, das ESRS-Modul für CSRD-pflichtige Unternehmen und den Zukunfts-Kompass Handwerk

Besonders positiv fällt die Usability der DNK-Plattform auf. Dass zunächst eine Beta-Version eingesetzt wurde, zeigt sich in einer ausgesprochen guten NutzerzentrierungChecklisten, DNK-Assistent und Fortschrittsanzeige führen verständlich durch den Prozess, branchenspezifische Hilfen liefern praxisnahe Beispiele, und die Teamfunktionen machen den Bearbeitungsstand transparent. Auch der optimierte Lesefluss, die Exportmöglichkeiten und der DNK-Plausibilitätscheck tragen dazu bei, dass Berichte nicht nur erstellt, sondern auch gut geprüft werden können. 

Beratung und Campus 

Der DNK ist weit mehr als nur eine Plattform, sie ist ein unterstützendes System rund um die Berichterstattung. Wer Fragen hat, kann den DNK-Helpdesk für eine kostenlose Erstberatung nutzen.Über ein Netzwerk von DNK-Lots:innen können Anwender:innen außerdem auf erfahrende Unterstützung im Prozesse der Berichterstellung zurückgreifen. Der DNK Sustainability Campus bietetdarüber hinaus praxisnahe und kostenfreie Services wie Webinare, Erklärvideos und Leitfäden, die auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnitten sind.2 

Viele Unternehmen suchen nicht nur ein digitales Tool, sondern echte Orientierung. Gerade wenn sich Anforderungen verändern, kann eine Plattform wie der DNK ein echter Gamechanger sein. Sie schafft Klarheit, erleichtert den Alltag und bietet verlässliche Unterstützung. 

Berichte anderer einsehen 

Ein weiterer hilfreicher Baustein des DNK ist die Möglichkeit, Berichte anderer Unternehmen einzusehen.3 Wie machen es andere? Welche Inhalte sind relevant? Welche Struktur hat sich bewährt? Besonders für Unternehmen, die neu einsteigen oder ihre Berichterstattung weiterentwickeln wollen, ist das ein praktischer Zugang. Der DNK ist damit nicht nur ein Werkzeug für das eigene Reporting, sondern auch ein Ort des voneinander Lernens. Darauf baut auch der Ansatz des Once-Only-Prinzips auf: Nachhaltigkeitsdaten sollen einmal sauber erfasst und dann mehrfach nutzbar gemacht werden, beispielsweise für Berichte selbst, aber auch für die Kommunikation mit Banken oder Versicherungen und perspektivisch für weitere Berichtspflichten. 

Ausblick 

Mit Blick nach vorn ist die DNK-Plattform als mögliche Blaupause für eine EU-weite Standardlösung im Gespräch.4 Langfristig soll daraus ein „One-Stop-Shop” entstehen, auf dem weitere Berichtspflichten aufsetzen können. Aktuell ist diese Integration noch im Aufbau, die Vision abereindeutig: einmal berichten, vielfach nutzen. 

Unsere Einordnung  

Auch wenn sich einzelne Pflichten und Regularien durch die Omnibus-Verordnung verschieben oder relativieren, bleibt der Bedarf an belastbaren Nachhaltigkeitsdaten bestehen. Der DNK bietet dafür eine pragmatische Antwort, mit nutzerfreundlicher Plattform, persönlicher Beratung, Lernangeboten und der Möglichkeit, sich an realen Beispielen zu orientieren. Besonders wenn Unternehmen Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht nur als Pflicht, sondern als strategische Aufgabe verstehen, finden sie über die Plattform einen sinnvollen Einstieg. 

Wir von der Heldenrat GmbH sind übrigens als DNK-Lotsin tätig und begleiten Unternehmen mit Beratung, Orientierung und konkreter Unterstützung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem Verband der Kongress- und Seminarwirtschaftdegefest (degefest e.V.) haben wir außerdem die Weiterentwicklung der DNK-Plattform für den VSME mit unterstützt und branchenspezifische Hinweise mitentwickelt. 

Unser Ziel bleibt: Nachhaltigkeitsberichterstattung verständlich und umsetzbar zu machen. Am 12. Mai beraten wir deshalb auch im Rahmen unserer Coffee & Talk-Reihe zu VSME+ Ansatz.

Weitere Informationen: Der DNK auf einen Blick   

Quellen:

1  Sustainability Transformation Monitor (2026): Download STM – Sustainability Transformation Monitor 2026. Abgerufen am 05.05.2026 von https://www.sustainabilitytransformation.org/download-stm/.

2 Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) (o. D.): DNK Sustainability Campus. Abgerufen am 05.05.2026 von https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/campus-entdecken/.

3 Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) (o. D.): Berichte einsehen. Abgerufen am 05.05.2026 von https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/berichte-einsehen/.

4 Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) (26.03.2026): Nachhaltigkeitsberichterstattung: EU-weite Digitalplattform soll VSME-Reporting vereinfachen. Abgerufen am 05.05.2026 von https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/de/campus-entdecken/meldungen/2026/nachhaltigkeitsberichterstattung-eu-weite-digitalplattform-soll-vsme-reporting-vereinfachen/.

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